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Karte der Insel Rügen
Ich bedanke mich bei www.ruegen-web.de für die Nutzung der Karte

                                                                    

weitere Informationen zur Insel Rügen gibt's auf www.ruegen-web.de

Diese Unterseite beschäftigt sich mit den Kreidefelsen der Insel Rügen und besitzt für mich einen hohen Stellenwert !

                                                                                                                                                                 

                                                                               

Quelle: NDR - Autorin/Autor: Sabine Ledosquet

Die Entstehung der Kreidefelsen

Vor etwa 70 Millionen Jahren erstreckte sich ein großes, flaches, lauwarmes Schelfmeer vom heutigen England
bis zum Kaspischen Meer. In diesem Lebensraum lebten viele Klein- und Kleinstlebewesen wie Fische und Tintenfische,
Seeigel und Muscheln, Algen, Korallen und Schwämme bis hin zu einzelligen Organismen. Die kalkhaltigen Schalen, Panzer
und Skelette dieser Meeresbewohner lagerten sich im Laufe vieler Jahrtausende während der Kreidezeit auf dem Meeres-
boden ab und bildeten eine bis zu 500 Meter mächtige Kreideschicht.In der letzten Eiszeit wurden die Kreideablagerungen
aus der Tiefe gehoben, aufgefaltet und zusammengeschoben. Viele Fachleute vermuten, dass die Kreideschicht vor etwa
20.000 - 50.000 Jahren durch die Anhebung eines unterirdischen Salzstockes an die Oberfläche gelangt ist. Vor etwa
10.000 bis 12.000 Jahren zogen sich die Gletscher zurück und der Küstenverlauf wurde durch mehrfaches Sinken und
Ansteigen des Meeresspiegels gestaltet. Dieser Prozess setzt sich bis in die Gegenwart fort.Biologen und Geologen
gehen davon aus, dass in der Rügener Senke besonders viele mikroskopisch kleine Meeresorganismen, Panzergeißel-
tierchen und Kalkalgen gelebt haben. Deren Panzer bestand aus feinsten Kalkscheiben, die heutzutage mit Hilfe eines
Elektronenmikroskops sichtbar gemacht werden können. Die Kreide auf Rügen weist eine besondere Feinheit in der
Struktur auf. Seit ihrer Entstehung sind die Kreidefelsen vielen Einwirkungen und Formumgskräften der Natur ausgesetzt
(Meeresbrandung, Strömungen,Sturmfluten , Frost und Regen).
Aber auch das Meer trägt seinen Anteil am Fuße der Kreidefelsen.Die Felsen werden unterspült und es bilden sich
Hohlräume im Gestein.Die Kreidefelsen verlieren im Laufe der Zeit ihre Stabilität. Der Meeresspiegel steigt und die
Strände werden schmaler.Größere Steine dienten seit Jahrhunderten als natürliche Wellenbrecher an den Rügenschen
Stränden.
Viele von Ihnen wurden entfernt , als die Sassnitzer Hafenmole erbaut wurde. Dadurch konnte die Kraft des Meeres
ungebremst auf die Kreidefelsen einwirken.

 

 

                                                                                                 

Es ist ein trauriges Bild- die Kreidefelsen der Insel Rügen-. Sie sind einer ständigen Erosion ausgesetzt.
Durch Sturm brechen größere Felsteile heraus und befördern auch Bäume und Sträucher mit ins Meer.
Kreide ist ein Sedimentgestein. Der Name Kreide wurde 1822 nach den stark Calciumcarbonat-haltigen Fossilien
von Krebstieren, Korallen, Muscheln, und Schnecken, die in den Gesteinen dieses Systems vorkommen, benannt.
Die Erosion der Küste hat zugenommen, seitdem im 19. und 20. Jahrhundert größere Findlinge vor der Küste
entnommen wurden, um sie für den Ausbau von Häfen zu verwenden.Die Findlinge wirkten vor den Kreidefelsen
als natürliche Wellenbrecher; seit ihrem Abtransport dringt das Wasser der Ostsee mit ungebrochener Gewalt an
die Steilküste vor.

So hat der Mensch selbst mit dazu beigetragen, daß die Kreidefelsen neben der ständigen Erosion dem Zerfall      
ausgesetzt sind
.
                                                                                                                                                        

 

                                                                                                

                                                                                                                                 




Kreidefelsen der Insel Rügen

Die Kreiden Rügen`s sind alt,
besonders die Wissower Klinken.
Umgeben von Wasser und  Wald,
droh’n sie im Meer zu versinken.

Der Köningsstuhl ragt hoch hinaus,
von hier wurden  Kriege gesichtet.
Von fern sieht er erhaben aus,
vieles  wurd’ von ihm berichtet.

An  der Spitze der Insel liegt das Kap,
der Leuchtturm blinkt weit auf das Meer.
Der steinige Weg geht nicht in Trab,
die Aussicht von dort, die mag man sehr.
 
Die Kreide, die Kreide, so weiß wie sie ist.
verliert viel an Breite, verliert ihr Gesicht.
C.D.Friedrich  kann`s nicht mehr sehen,
was mit den Kreidefelsen geschieht.
Ihm würde es nicht gut ergehen,
hier malte er sein schönstes Bild.

@annerose

 

                                                                                                                                                                                                                

                                                  

                                                

                                                     

    
Aktuelles vom und aus dem Nationalpark Jasmund

Zur Zeit ist wieder vermehrt mit Uferabbrüchen an der Kreideküste  zu rechnen.                 
Hauptursache sind die hohen Niederschläge seit August. Mit 211 mm Niederschlag war August 2010
der regenreichste Monat seit Beginn der Wettermessungen 1993. Weitere Regenfälle sind seitdem
hinzugekommen. Der Regen versickert im Boden, staut sich an undurchlässigen Schichten und sorgt
schließlich für Instabilität. Die Moore sind voll, die Bäche führen sehr viel Wasser, und es fließen sogar
Bäche, die es sonst jahrelang gar nicht gibt.
Am 20. November gab es einen Kreideabbruch am Kollicker Ufer. Die lockere, bröckelige Kreide wurde
von der heftigen Brandung dieser Tage schnell aufgewaschen. Nur am Strand liegen noch große Haufen
weichen Kreidebreis, durchsetzt mit abgestürzten Bäumen, die den Durchgang blockieren.

Die schweren Nordoststürme seit Ende November rütteln kräftig an den Bäumen, die oben auf der Kante
des Hochufers stehen. In Verbindung mit starker Brandung erhöht sich so das Risiko von Uferabbrüchen.
In der Nähe des Lenzer Baches sind bereits einige Bäume auf den Strand gestürzt. Risse im Waldboden
kündigen die nächsten Abbrüche an. Deshalb wurde der Hochuferweg zwischen Piratenschlucht und Lenzer
Bucht vorübergehend gesperrt. Zum Ausweichen steht hier gleich nebenan der Mittelweg zur Verfügung.
Aber auch unabhängig vom Steilufer ist bei solcher Wetterlage im Wald mit Windwürfen und abbrechenden
Ästen zu rechnen.

                                                             @Nationalpark

                                                

Überall entlang der Kreideküste können Sie sehen, welchen Veränderungen die Kreidefelsen ausgesetzt sind. Vielleicht werden sie noch lange Bestehen, doch das  Aussehen wird stark in Mitleidenschaft gezogen sein. Vielleicht kann man den Zerfall der Kreidefelsen aufhalten, denn sie sind das markanteste Wahrzeichen der Insel Rügen.                                                                                                           

                                                                                                                                                          

NDR 1 Radio MV  Stand 25.01.2011     08:37 Uhr


Weitere Hangabbrüche auf Rügen erwartet

Auf Rügen sind in den vergangenen Tagen an mehreren Stellen Teile der Küste abgebrochen.Die Steilküste auf der Insel Rügen ist weiter in Bewegung. Geologen erwarten neue   Erdrutsche, nachdem sie die betroffenen Küstenabschnitte am Montag unter die Lupe genommen haben. Um die Hänge zu stabilisieren, müssten Entwässerungen angelegt werden, so die Experten. Zwischen Tipper Ort und Kieler Bach stürzten am Sonntag rund 2.000 Kubikmeter Erde und Mergel in die Tiefe. Auch in Mukran, in Sassnitz und an der Kreideküste waren die Hänge in den vergangenen Tagen ins Rutschen gekommen.

Bauboom der vergangenen Jahr mitverantwortlich

Der Leiter des Nationalparks Jasmund, Michael Weigelt, mahnte Spaziergänger zur Vorsicht: "Jeder, der hier spazieren geht, sollte sich bewusst sein, dass es hier ein gewisses Risiko gibt." Neben Hangabbrüchen könnten auch Bäume in dem aufgeweichten Waldboden ihren Halt verlieren und umstürzen. Eine Entschärfung der Lage trete erst ein, wenn Wetter und Böden wieder trockener würden, so Weigelt bei NDR 1 Radio MV. Der Leiter des Geologischen Dienst des Landesamtes für Naturschutz und Geologie (LUNG), Ralf-Otto Niedermeyer, machte den Bauboom der vergangenen Jahre in Steilküstenregionen sind für die jüngsten Abrutschungen mitverantwortlich. Durch die zunehmende Versiegelung der Landschaft, die zunehmende Zahl von Nutzern dringe immer mehr Wasser in die Hänge.

 

                                                                                  

Informationen und Bilder der Insel Rügen

 

 

Auch im Bundesland Bayern weiß man über den Kreideabbau gut Bescheid. Aus dem Text heraus ergänzend: Der große Tagebau heißt, Kreidewerk Rügen, Klementelvitz

Bayrischer Rundfunk- Gesundheit

Heiße Quellen, dunkle Stollen Kreideabbau in Rügen

Stand: 24.08.2010

ie Kreide auf Rügen hat eine lange Entstehungsgeschichte. Im Landesinneren gibt es am sogenannten kleinen Königstuhl Dutzende ehemaliger Kreidebrüche, in denen seit 1720 das weiße Gold der Insel abgebaut wurde. Es besteht ursprünglich aus den winzigen, kalkigen Resten von Einzellern, die auf den Meeresgrund fielen. Denn vor ca. 70 Millionen Jahren war Rügen Teil eines großen Meeres. Erst während der Eiszeit kam das Gestein durch Auffaltungen und Verschiebungen an die Oberfläche der Insel.

Heute wird auf Rügen noch in einem großen Tagebau Kreide gefördert. Das Werk produziert aus dem Rohstoff Düngekalk für die Land- und Forstwirtschaft und Füllstoffe für die Industrie. Auch die Heilkreide wird hier gewonnen. Sie besteht zu 98 Prozent aus Kalziumkarbonat, dazu Eisen-, Aluminiumverbindungen und Spuren von Phosphor und Schwefel. Für die medizinische Anwendung wird sie besonders fein gemahlen.

Vor hundert Jahren lief die industrielle Kreideförderung auf Rügen noch ohne großen Maschineneinsatz ab. Nach dem Ersten Weltkrieg entdeckte man die Kreide auch für die therapeutischen Anwendungen. Jahrzehntelang war sie fester Bestandteil der Behandlungen in den Rügener Kurorten. Erst später ist die Heilkreide von anderen medizinischen Methoden verdrängt worden. Heute ist die Kreide wieder "in" bei vielen, die sich wieder mehr zu natürlichen Heilmethoden hingezogen fühlen.

 

                                
Ich möchte mich recht herzlich bei Herrn Kutscher,
vom Kreidemuseum Gummanz, für die Bereit-
stellung von Bildmaterial bedanken.

                                      

 

   Wenn Sie mehr über das Kreidemuseum wissen möchten,klicken Sie bitte hier oben auf   das Banner     www.Kreidemuseum.de . Sicherlich bekommen Sie Lust, das Museum zu  besuchen,  es lohnt sich.                                                                                                          

                                                                                                                                

   Kreidemuseum Gummanz

  Das ehemalige Kreidewerk Gummanz, ist jetzt ein Museum.Die alten Werkhallen wurden dafür umgebaut. Das Museum zeigt ihren Ursprung auf und gibt einen Einblick über  
                die Förderung der Kreide,z.B., welche Werkzeuge und Machinen für den Abbau genutzt wurden oder werden. Auch beschäftigt man sich mit den bröckeln des Kreidefelsen.                
   Initiator  war  der Verein der Freunde und Förderer vom Nationalpark Jasmund, sie werden von der Europäischen Union und vom Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt.
               Die ehemaligen Werkhallen wurden restauriert.Besucher der Ausstellung erhalten geologische Einblicke mit Hilfe von Filmmaterial und Tonbändern, Zeichnungen und Erläuterungen.
   Hier kann der Besucher u.a. original erhaltene Fossilien und Feuersteinen kennenlernen. Der Tradition des Kreideabbau existiert bereits 200 Jahre.                                        
    Besuchen Sie einfach mal das Kreidemuseum und wenn Sie sich den Link oben rechts anschauen,der direkt zur Homepage des Kreidemuseums führt, haben sie schon einmal
einen kleinen Einblick.   

 

Luftaufnahme Neddesitzer Kreidewerke

Eingang des Kreidemuseum Gummanz

Einer der Ausstellungsräume des
               Kreidemusseum Gummanz                         

 

 Außenanlage des Kreidemuseum Gummanz

Vorträge über den Ursprung der Kreide, Zeitalter ect. werden hier
gehalten                                                                                         

 

Austellung von verschiedenen Stücken

Ausstellungsraum

    Abbruch der Kreideküste im Jahr 2011

Abbruch der Kreideküste im Jahr 2011, schön zu sehen.

Die Abbrüche ebenfalls sehr schön zu sehen.

Die heruntergefallene Kreidebrocken sieht man aufgelöst
vorn im  Wasser                                                                

Abbruch im Jahre 2011 am Kollicker Ufer



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