Gedichte4

Zurück

 

 

Auf dieser Seite geht es weiter mit den schönen Fremdgedichten !

 



VERSCHLOSSEN

Verschlossen steht der Strandkorb da.
Die Sonnenzeit vorbei.
So vieles hat er dort erlebt.
Gesehn, gehört von zwei,

die sich tagtäglich trafen.
Das Wetter war egal.
Bei Regen und bei Wind,
der Strandkorb, ihre Wahl. 

Was sie sich zugeflüstert,
der Strandkorb weiß es wohl.
Doch ist sein Mund verschlossen.
Ist das nicht einfach toll?

© Christine Wolny 

................................................


 

 



      

Strandjien… 
            
De Stiem schlöäpt achter Helgoland
man kann hum schnükkern hörn       
  dien Spoar verflücht in d’ Dünensand 
kann nümms in diene Nöächte föörn
in d’ Bulgenkron blenkert een Lucht 
duusendfak un sülverhell                   
noabi di bi un in de Bucht                 
hört man de Korben luut un grell       
du föölst di good un büst Natur        
büst eens mit Seel un Hääven         
   dat Glükk löpt as een Engelsschuur  
dwarß dör dien lüütjet Lääven          

ewaldeden    

...........................................................

 

 

 

 

 

HERBSTGESCHENKE    

    Schön ist das Spiel mit Gaben,   
   die uns der Herbst so bringt.     
     Die guten Marmeladen,                
     wenn Frühstücksbrötchen winkt.

  Man macht ein Gläschen auf.     
vor kurzem noch am Baum.     
  Wie köstlich, selbstgemacht.     
      Und schon beginnt der Traum       
     
     von einer süßen Frucht.                 
       die uns der Herbst geschenkt.       
     So reichlich dieses Jahr.                
    Man gerne daran denkt.               

© Christine Wolny 

.............................................     

 

 

 

IM WALZERTAKT

  Nun dreht es sich wieder.
Der Wind macht sein Spiel.
Mal wiegt er es leicht,

dann dreht er es viel.

wie Tanz kommt’s mir vor.

Wie Walzer so schön.
Auch ich würd mich gern noch
Im Walzertakt drehn.

© Christine Wolny

.................................................................
 

 

 





Grüße zur Nordsee

Ich grüß Dich aus der Ferne,
vom schönen Ostseestrand.
Ein Gruß den schick ich gerne,
zur Nordersee ins Friesenland.
Das Meer ist fast das Gleiche,
wie hier am Ostseestrand.
Grüß mal die lange Anna,
  da drauß`auf Helgoland.
Bei euch gibt`s die Gezeiten,
wir kennen sie hier nicht.
Die See, sie grüßt von Weiten ,
mit schäumend weißer Gischt.
Es grüßen saftige Wiesen,
dort im Marschenland,
wo bunte Blumen spriessen,
an der Nordersee im Friesland.

@annerose
....................................................................................

 

 

 






Annerose ... Annerose ... Annerose ...

Das herzlich „Willkommen“

das hat mich erfreut

es ist mir, als hätte mich wer in die Arme genommen

so dass ich nicht den Sprung nach Rügen bereut

die felsigen Kreiden

das andere Meer

ich spür’ ich mag’s leiden

ich fühl’ in den Gefühlen nichts quer

die Menschen entsprechen meinem inneren Sein

ich kann sie gut leiden
und denk fast, sie wären seit immer schon mein

ich wird’ es genießen
oft Gast hier zu sein

wird’ nie mich verschließen
laß’ jeden herein

ewaldeden


.............................................................
 

 

 






Die  See …

Schaue der See in ihr rauhes Gesicht
wenn der Nordweststurm sie in Zorn gebracht
sieh’ hoch auf den Kämmen der Wellen die Gischt
wenn Meeresgott Neptun sie wütend gemacht
höre ihr toben – höre ihr krachen
höre das Heulen des Windes
es klingt wie Teufels schauriges Lachen
oder wie weinen eines ängstlichen Kindes
wenn die Wogen stürzen ins Tal sich hinab
und unter sich alles vernichten
dann ist es so vieler Seemänner Grab
von denen die Menschen berichten
schaue der See in ihr lieblich’ Gesicht
wenn Südwinde machen sie schweigen
kein Wellenschlag die Stille hier bricht
kein Wind macht den Strandhafer neigen
kein Blau ist dann blauer
kein Spiegel so weit
am endlosen Himmel ein Seevogel schreit
die blinkenden Watten
der schneeweiße Strand
der lichtvolle Schatten am Dünenrand
schau in der See ihr eisig Gesicht
wenn Ostwinde machen sie starren
wenn in des Winters frostklarem Licht
die Schiffe im Eise knarren
wenn Schnee weht über sich türmende Schollen
den der Sturm über die Fläche hin treibt
wenn des Eisbrechers stampfen wie fernes Grollen
unter den Wolken hängen bleibt
wenn du das alles nur einmal geschaut
dann hat es dich zu fassen
egal ob es stürmt, ob es friert oder taut
                            du kannst von der See nicht mehr lassen                          

 ee © 2007

 



 

Dat lüütji Huus

 

Dat lüütji Huus in d’ Moor

up günntsied van de groode Kuul

wor an d’ Sömmerwäch de Törfbüld steit

un up d’ Warf de ole Eekenkoar

Dat Huus ünner de Barkenbööm

mit een Rägenbakk an d’ Buterdör

wor sükk up d’ Dakk de Rieder dreit

över drööge griese Reiten

mit dat Uulenlokk dorvöör

De lüütji Koat mit hör twee Koamers

wor in de Köäk dat Törffüür luntjiet

wor Moder Stint de ole Melkbumm

noch mit Sand un Sodoa schwientjiet

an dat de Tied vööröver geit

mit siene luude Klöären

oahn dat de Welt de Dach verdreit

mit sien verdreit Geböören

Dat Huus seech ik in Nachtens Droom

mien Kinnertied wee ik veel dor

seet jachternd in de Kaarsenboom

mien Buuk van aal de Kaarsen schwoar

ik wee up Opas Nakk an schwääven

as wenn mi sieden Flöägels droagen

flooch kreiend dör de Sömmerhääven

un mit mi dusend Vöägels floagen 

mien Kinnertied de licht so wiet

ach – wee ik  doch noch moal so blied

Dit lüütji Huus in d’ Moor

dor an de geele Sömmerwäch

mit de deep utfoahren Spoar

wat licht di doran

Jung - nu säch

Mien Haart is in dit lüütji Huus

trüchbleeven

as ik wächgoahn bün

noa Joahrn in Weltens Störmgebruus

moot ik dorhen üm dor to leeven

hevv blods dat lüütji Huus in d’ Sinn

 

ee

............................................................................

 

 


Der Voslapper Leuchtturm

 In unserer Jugend Kinderstunden
war er für uns der Freiheit Ziel
wie haben wir uns durchs Watt geschunden
und brackerten durch manchen Priel
oft sah’n wir aus wie schwarze Mohren
wenn wir erreichten weißen Strand
Muscheln saßen in den Ohren
und in der Badbux knirschte Sand
es konnte niemand mehr erkennen
wen er nun grad vor sich sah
wir waren rein nicht mehr zu trennen
in blond und rot und schwarzes Haar
erst wenn das Wasser Klarheit schaffte
dann war’n wir wieder der und die
so mancher Strandgast Klötze gaffte
wenn Er war plötzlich eine Sie 

ee © 2010

 

.............................................................

                                                                                   
                                               

 

 





Die entfesselte See


Der Sturm peitscht die rauhe, die tobende See
zerrissene Wolken durcheilen den Himmel
lang’ schon ich auf der Deichkrone steh’
und wart’ auf den Reiter auf seinem Schimmel
nächtens soll er das Land bewachen
berichtet die Sage aus voriger Zeit
ich höre lauthals die Meergeister lachen
wenn sie von ihren Fesseln befreit
mit gierigen Mäulern schlagen sie die Dünen
Stück für Stück bröckelt das Land
hier wird nichts mehr wachsen – hier wird nichts mehr grünen
verschwunden der weiße schimmernde Strand
das Wasser hat sich sein Erbe geholt
das man ihm mühsam abgerungen
es hat dem menschlichen Geist den Hintern versohlt
und dabei sein schauriges Lied gesungen
es läßt sich nicht knechten - es läßt sich nicht zähmen
es bleibt ein freies, ein unbändiges Werk
es läßt sich in seinen Rechten nur zeitweise lähmen
der Mensch ist dagegen ein ganz kleiner Zwerg

ee

..........................................................

 

 

 

Am Ewigen Meer              

Ein Knüppeldamm liegt längs an braunen Kolken.
Geht man diesen alten Weg
sieht man in den Wasserspiegeln Wolken.
Sie begleiten allezeit schon diesen Steg.

 
Wenn ich die Augen schließ’ - an früher denke
und die Erinnerung mich warm umspielt,
die Gedanken sacht’ nach damals lenke,
als hätt’ ich anderes noch nie gefühlt.

Des Moores Schwanken mit dem Fuß zu spüren -
das Zittern in den Gräsern seh’n,
man wagt es nicht die Stimmung anzurühren
und möchte ewig hier im Moore steh’n.

 ee    

.......................................................... 

 


 

Die letzte  Fahrt . . . 

Der Wind pfeift schrill durch das Getakel
das Schiff hat einen großen Makel
Klabauter ist von Bord gegangen
nun ist im Sturme es gefangen 

Die Ratten haben schon tschüß gesagt
sich niemand mehr an Deck  ’rauswag
die Wellen werfen das Schiff hin und her
es ist ein Spielball auf dem Meer

 Das Ruder ist in Dutt gegangen
die Segel in den Masten hangen
vom Schlagen schon sehr stark zerfetzt
der Teufel das Schiff durch die Hölle hetzt

 Die Mannschaft pullt sich die Hände wund
vergebens - es jagt sie der Höllenhund
ein letztes Messias - dann schluckt sie die See
adschüs liebe Heimat - Liebchen ade

ewald eden

.............................

 

 

 




Strandnacht  

Der Wind schläft hinter Helgoland
man kann sein schnarchen hören
dein Fußabdruck im Dünensand
kann mich nur kurz betören
der Wellen Krone blitzt im Licht
der silberhellen Sterne
tausendfach das Leben bricht
von hier in alle Ferne
die Seelen der Mannen
die draußen geblieben
da draußen in endloser See
ihr Heil das sollte die Welt umspannen

für Frieden nach Luv und nach Lee
sollt’ alle bewegen
sollt’ alle bestärken
mit Gottes Segen
zu guten Werken

 

eewaldeden

....................................................................................



 

 

   



                   
Übertriebene Gutmütigkeit                     

              Dein
Nachbar kommt mit einer Frage:               
Dürfen wir morgen feiern in ihrer Garage?
Es ist Regen angesagt,
darum können wir nicht in unseren Park
Du hast natürlich nichts dagegen –
Feierst ja auch nicht gerne im Regen
räumst brav deine Garage aus,
und stellst alles hinters Haus.
Die Feier wird lang und heftig,
und der Regen kommt tatsächlich.
Doch leider hatte man vergessen,
dich auch zu laden zu dem Essen.
Nachts um halb drei,
war dann der größte Teil vorbei.
Doch der letzte Gast,
ging erst morgens gegen acht.
Du liefst hinters Haus,
um nach deinen Sachen zu schauen,
dort packte dich das kalte Grauen:
Der Regen hatte alles aufgeweicht,
und deine Knie wurden nun doch weich.
Ganz allmählich wurde dir klar:
beim nächsten mal,
solltest du weniger gutmütig sein,
und auch mal ruhig sagen „nein“.
(©B.S.)

     .....................................................................................    
 


 

 



Freundschaft

Freundschaft, ist nicht nur ein Wort,
wie die Liebe ist sie im Herzen dort.
Freunde, sind wie Sterne am Himmel,
man kann sie nicht immer sehen.
Aber man weiß, sie sind für jeden da.
Weiß man eigentlich,
wie wichtig eine Freundschaft ist,
wie enttäuscht, wenn sie zerbricht.
Freundschaft ist wie ein Diamant,
man findet sie selten.
Hat man das Glück sie zu haben,
besitzt man eins der größten Gaben.
Doch wird die Freundschaft nur benutzt,
gezickt und rumgetrixt,
dann sind solche Freunde ein nicht's...

stellaire

........................................................................

 

 

                          



powered by Beepworld